Aktuell haben wir wieder freie Wohnplätze für Kinder & Jugendliche.

15.08.1997 - ohne Angabe - "Die Sonne scheint im Herzen"

pdf anzeigen

Die Sonne scheint im Herzen

Erster Spatenstich für neues Wohnhaus im Johannesberg

 
Oranienburg • Pünktlich am Nachmittag, als die Sonne sich wieder zeigte, begannen die Feierlichkeiten zum ersten Spatenstich für das neue Wohnhaus des Behindertenwohnheims St. Johannesberg. Geplant ist die Einrichtung, die ab 1998 36 Erwachsenen mit schweren bis mittelgradigen Behinderungen beherbergen soll, bereits seit mehr als zehn Jahren, Schon im Jahre 1986 entstanden Ideen, der Architekt Uwe Schmidtmann entwickelte damals ein erstes Konzept.

Umso größer war nun natürlich die Freude, dass endlich der erste Spatenstich getätigt werden konnte. Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke sagte, dass er mit .dem Projekt „viel Herzblut verbinden würde" - Worte, mit denen er vielen der Anwesenden, die den schleichenden Prozess bis zur Realisierung des Bauwerks miterlebt hatten, aus der Seele sprach.

„Es ist schon ein verrückter Augenblick, nach so langer Planung endlich den ersten Spatenstich wagen zu können", beschrieb der Architekt Schmidtmann das Treffen auf dem noch unberührten Gelände, wo unzählige Besucher sich mit den zukünftigen Bewohnern des Hauses freuten. Eine von ihnen, Angelika Kopitzke, die seit nunmehr 35 Jahren im Johannesberg lebt, durfte gemeinsam mit Heimleiter Heinz Stehr und Christa Lammel vom Ministerium für Gesundheit zum Spaten greifen. „Ich bin häufig Spatenstecherin. Regine Hildebrandt kommt dann immer zur Eröffnung", scherzte die Ministeriumsmitarbeiterin lächelnd,  die  gern  gekommen war, um ihr Grußwort zu übermitteln. Überhaupt waren zahlreiche Gäste anwesend, Vertreter der Stadt und des Landkreises, Mitarbeiter des Diözesancaritasverbandes und Gäste aus dem Oranienburger Annagarten wollten gratulieren.

Eine Modellplatte zeigte, wie das Territorium im hinteren Teil des großzügigen Grundstücks bebaut werden soll. Geistliche Lieder bot die zweiköpfige Gruppe „Phönix", die das kleine feierliche Programm eröffnete und auch begleitete. Zum Abschluss sprach Pfarrer Stefan Dybowski ein hoffnungsvolles Gebet und überbrachte Gottes Segen - die drei Stecher konnten ans Werk. Noch einmal sprach Christa Lammel ihre herzlichen Wünsche aus: „Auf dass die Sonne im Herzen und von oben immer scheinen möge."

Karen Grunow